Mit Hilfe von Hunden das Mobbing unter Kindern und Jugendlichen verhindern

2007-035 | 26/10/2007


“Bull i Dog” ist ein experimentelles und innovatives Projekt das über den Zeitraum von drei Jahren in drei ersten Klassen der Mittelschule Ada Negri durchgeführt wird.


Nach der Diskussions- und Ausarbeitungsphase, wird nun die zweite Phase des Präventionsprojektes gegen das Mobbing unter Kindern und Jugendlichen (das sogenannte „Bullying“) eingeleitet, das vom Sozialsprengel Don Bosco – Bozner Au gemeinsam mit dem italienischen Schulamt, der Mittelschule Ada Negri und der Sozialgenossenschaft „Gli Amici di Sari-Sari’s Freunde“ ausgearbeitet worden ist. Jetzt findet die spezifische Schulung für Lehrkräfte und Eltern statt.

“Bull i Dog”, das experimentelle und innovative Projekt zur Vorbeugung des Mobbings unter Kindern und Jugendlichen wird auf Vorschlag des Sozialsprengels Don Bosco Bozner Au über einen Zeitraum von drei Jahren in drei Klassen der Mittelschule Ada Negri getestet. Am Projekt sind nicht nur verschiedene Behörden (Sozialsprengel, Schulamt, Ordnungshüter), sondern auch Erwachsene (Lehrkräfte, Eltern, Schulbetreuer) und v. A. Jugendliche und Hunde beteiligt. Um die eigenen Empfindungen zu testen und Furcht, Wut, Frustration und Freude zu erkennen, um das Verantwortungsbewusstsein und die Sozialisierungsfähigkeiten auszubauen, um das Selbstwertgefühl zu stärken und die Aggression zu verringern, werden die Schüler von drei Klassen der Mittelschule Ada Negri die Betreuer und Hunde der Sozialgenossenschaft „Gli Amici di Sari-Sari’s Freunde“ kennen lernen und mit ihnen arbeiten. Die Methode ist zwar innovativ, die positiven Auswirkungen werden aber von zahlreichen Studien bestätigt, in denen bescheinigt wird, dass die Interaktion mit den Hunden unter professioneller Führung einen wertvollen Beitrag zur harmonischen Entwicklung und zum Wachstum der Kinder geben kann.
Hunde verlangen und geben viel Zuneigung, benötigen Aufmerksamkeit, fördern die Pflege und den Respekt der schwächeren Individuen und fördern v. A. das Bewusstsein in den Jugendlichen, dass es nicht nur die eigenen Bedürfnisse gibt, sondern auch Bedürfnisse, an die sie sich anpassen müssen: praktisch das genaue Gegenteil der Präpotenz, die beim Bullying und Mobbing an den Tag gelegt wird.

„Wir denken schon lange über kleinere Präventionsmaßnahmen nach“ so die Direktorin des Sozialsprengels Don Bosco – Bozner Au, „aber es ist uns schnell klar geworden, dass hier eine Maßnahme notwendig ist, die strukturiert und direkt in das Herz des Mobbings unter Kindern und Jugendlichen eindringt. Aus diesem Grund haben wir mit allen beteiligten Akteuren eine Arbeitsgruppe gebildet, wobei das Schulamt unser erster Ansprechpartner gewesen ist, weil das Mobbing unter Kindern und Jugendlichen als sogenanntes Bullying v. A. in der Schule anzutreffen ist. Deshalb haben wir dieses sehr komplexe und langfristig ausgerichtete Projekt ausgearbeitet. Die Entscheidung, die Mittelschule Ada Negri mit einzubeziehen ist spontan gefallen und nicht auf besonders schwerwiegende Mobbing - Vorfälle in der Schule, sondern auf die seit Jahren laufende Zusammenarbeit mit der Schule und auf die Sensibilität zurückzuführen, die vom Direktor und den Lehrkräften dem Thema entgegen gebracht wird.“

Und nun sind die Lehrkräfte an der Reihe: am Montag, 29. Oktober wird von 15.00 bis 18.00 Uhr das erste von drei Schulungstreffen mit allen Professoren und Lehrern der Mittelschule und mit den Lehrern der 5. Klassen der Volksschule Don Bosco (Sitz des Kurses) stattfinden. Zuerst werden das Phänomen definiert und die verschiedenen Aspekte beleuchtet, dann wird die Beziehung Mensch – Tier analysiert und schließlich werden die Erfahrungen verglichen, um gezielte Maßnahmen ausarbeiten zu können. Zwei Treffen sind den Eltern vorbehalten: bei diesen Treffen wird u. A. das Projekt erläutert, das Phänomen Mobbing unter Kindern und Jugendlichen (Bullying) geschildert und es wird erklärt, wie man es erkennen kann.

Im Februar des nächsten Jahres wird das Projekt in den drei ersten Klassen getestet; wobei die Klassenauswahl im September im Rahmen der Eingewöhnungswoche der Schüler vorgenommen worden ist, an der zur ersten Kontaktaufnahme auch die Betreuer und Tiere der Sozialgenossenschaft „Gli Amici di Sari-Sari’s Freunde“ teilgenommen haben.
Die beiden ersten Klassen, die nicht am Projekt teilnehmen, werden als „Kontrollgruppe“ zur Überprüfung der Projektergebnisse fungieren. Die Jugendlichen werden aber nicht nur mit den Tieren zusammenarbeiten sondern in der Folge auch dazu angeregt werden, diejenigen Räume und Situationen zu erkennen, wo das größte Aggressionspotenzial vorhanden ist um dann selbst die Verantwortung zu
übernehmen, Schutzstrategien auszuarbeiten und zu Hauptakteuren der eigenen Sicherheit und der Sicherheit der Mitschüler zu werden.

Ein eigens gebildetes Betreuerteam wird sich im Dreijahreszeitraum monatlich treffen, um die Tätigkeiten zu planen und zu koordinieren und um die Projektentwicklung ständig zu überwachen und zu bewerten. Am Team nehmen teil: ein Experte und der Psychologe der Sozialgenossenschaft „Gli Amici di Sari-Sari’s Freunde“, ein Professor/eine Professorin für jede beteiligte Klasse der Mittelschule Ada Negri und eine Erzieherin des Sozialsprengels Don Bosco Bozner Au.


Für weitere Informationen: Fabiola Petilli, Direktorin des Sozialsprengels Don Bosco – Bozner Au, Handy Nr. 349 4957397

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