Holzprodukte der geschützten Werkstätte "Der Kirschbaum"
Von Montag, 3. Dezember bis Sonntag 9. Dezember kann man am Bozner Kornplatz Schnittbretter, Bleistifthalter, Kerzenleuchter und weitere schöne Gegenstände kaufen, die von geistig behinderten Menschen hergestellt worden sind. Am Freitag, 14. Dezember findet dann der Tag der offenen Tür der Werkstätte in der Schloss Weinegg-Straße statt.
Eine ganze Woche am Bozner Christkindlmarkt mit Handwerksprodukten aus Holz, die von Menschen mit geistigen Behinderungen hergestellt werden. Die geschützte Werkstätte „Der Kirschbaum“ (Schloss Weinegg-Straße Nr. 2) wird ab Montag, 03. Dezember bis Sonntag, 09. Dezember mit einem eigenen Verkaufsstand am Christkindlmarkt der Solidarität (Kornplatz) vertreten sein. Am Stand werden sich Betreuer und Betreute der Werkstätte abwechseln, deren Tätigkeiten in erster Linie darauf ausgerichtet sind, ein gewisses Maß an sozialer Autonomie zu erlangen. Ziel ist die Integration der Betreuten in den Arbeitsmarkt oder - sollte dies nicht möglich sein - der Aufenthalt in einem Umfeld, das ihrer Würde und Behinderung entspricht.
Die geschützte Werkstätte „Der Kirschbaum“ war in den letzten Jahren nur wenige Tage mit einem eigenen Stand am Christkindlmarkt der Solidarität vertreten. Heuer werden Betreuer und Betreute ihre Produkte eine ganze Woche lang zum Verkauf anbieten. So werden viel mehr Personen die Produkte sehen – und hoffentlich kaufen – die von den 16 Betreuten (12 Männer und vier Frauen) in der Tischlerei der Werkstätte hergestellt werden.
Schnittbretter, Suppenwürfel, Schüsseln, Cd-Halter Säulen, Flaschengestelle, Schachteln, aber auch Einrichtungsgegenstände und Spiele die so entworfen werden, dass sie zu 80% von den betreuten Personen hergestellt werden können. Die Betreuten (Alter von 18 bis 50 Jahren) erhalten für ihre Arbeit ein Taschengeld von 173 Euro pro Monat.
„Unsere Produkte“ erklärt Gaetano Virzì, Verantwortlicher der Werkstätte, „werden von den 5 Betreuern unter Anleitung des Handwerkmeisters so entworfen, dass sie dann beinahe vollständig von den Betreuten hergestellt werden können. Zuerst wird eine maßstabsgerechte Zeichnung aufs Papier gebracht, dann werden die einzelnen Arbeitsschritte festgesetzt, die den Personen zugeteilt werden, die am ehesten dazu in der Lage sind, die Arbeit auszuführen. Es ist praktisch eine Gruppenarbeit, in der jede und jeder seine Fähigkeiten und Kenntnisse einbringt, die durch das fertige Produkt aufgewertet werden. So wird das Selbstwertgefühl der Betreuten gefördert und sie lernen, sich an die Regeln zu halten und selbständiger zu sein.“
„Durch die Teilnahme am Christkindlmarkt“ fügt Virzì hinzu, „können wir die Arbeit eines ganzen Jahres bewerten: wenn wir unsere Produkte verkaufen können, dann bedeutet dies, dass wir das Interesse unserer Kundschaft erweckt haben und mit der Produktion fortfahren können. Wird ein Gegenstand nicht gekauft, wird er auch nicht mehr hergestellt.“
Am Stand der geschützten Werkstätte „Der Kirschbaum“ werden sich Betreuer und Betreute abwechseln, die nicht nur Holzprodukte, sondern auch Makrameekreationen und Produkte aus Stoff und Pappmaschee zum Verkauf anbieten werden. Durch den Erlös wird der Fonds des Amtes für Menschen mit Behinderung und in psychischer Notlage des B.S.B. aufgestockt.
Die geschützte Werkstätte „Der Kirschbaum“ befindet sich in der Schloss Weinegg-Straße Nr. 2 und wurde 1983 eröffnet. Gearbeitet wird von Montag bis Freitag, von 08.30 bis 15.30 Uhr.
Einen Produktkatalog findet man unter:
http://www.aziendasociale.bz.it/documenti/Microsoft_Word_-_Tabella_prezzi_-_Il_ciliegio.doc.pdf .
Für Informationen: Gaetano Virzì, Verantwortlicher der geschützten Werkstätte „Der Kirschbaum“, Tel. und Fax Nr. 0471/266078, Email: gaetano.virzi@sozialbetrieb.bz.it