BSB und Alzheimer: Spezialeinheiten, Tagesstätten, Innovation

2008-036 | 19/09/2008

 

Am Sonntag, den 21. September, wird der internationale Alzheimer-Tag begangen.
 
Das Alzheimer-Syndrom ist bestimmt eine der Kranheiten, die unser Jahrhundert und unsere Gesellschaft prägen werden, da die Krankheit auch durch die zunehmende Überalterung der Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt. Am Sonntag, den 21. September wird weiltweit der Alzheimer-Tag begangen, eine Gelegenheit, um über die Krankheit zu informieren und damit die Vorbehalte denen gegenüber, die an dieser Krankheit leiden, abzubauen.
„Sehr häufig kommt zu den großen Schwierigkeiten und dem großen Leid in Zusammenhang mit dieser Krankheit auch noch die Einsamkeit und die Isolation dazu, in welche sowohl die Kranken selbst als auch ihre Familien geraten“, sagt Carlo Alberto Librera, der Direktor der Abteilung Altersheime im B.S.B.. „Das geht so weit, dass wir sagen, wenn jemand an Alzheimer erkrankt, erkrankt die ganze Familie“.
Der B.S.B. nimmt sich dieses Problems, das jede/n treffen kann, aus sozialer und sanitärer Sicht an und bemüht sich, immer gezielter auf die verschiedenen Bedarfslagen der an Alzheimer Erkrankten und deren Familien einzugehen. Im  Wohnheim für Senioren Villa Harmonie (Trientnerstraße) und im Altersheim Don Bosco (Mailandstraße) gibt es Spezialeinheiten, in welchen an Alzheimer erkrankte Menschen von eigens ausgebildetem Personal in Räumlichkeiten, die speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind, betreut werden. In diesen Tagen haben der Stadtrat und der Gemeinderat dem Vorprojekt zugestimmt, mit welchem im Altersheim Don Bosco ein spezieller Alzheimer-Bereich mit 14 Plätzen errichtet werden soll (neun Personen werden in der Villa Harmonie betreut) dessen interne und externe Strukturen mit den innovativsten Mitteln dafür sorgen werden, dass sich die Lebensqualität der Kranken erheblich verbessert. Innovation und spezialisierte Aus- und Weiterbildung für das Personal gibt es in den zwei Tagesstätten für teilweise selbständige SeniorInnen des B.S.B.. Die eine in der Villa Europa, wird vor allem von SeniorInnen genutzt werden, welche an altersbedingten Erkrankungen leiden aber noch selbständig sind, die andere im Premstallerhof am Bozner Boden, ist eine geschützte Einrichtung, wo außer an den Wochenenden täglich zwischen 8 und 18 Uhr ein Team von sechs Personen für Menschen, die an altersbedingten Erkrankungen (auch Demenz und Alzheimer) leiden, ein indivuduelles Programm anbietet, durch welches die Symptome der Krankheit stabilisert werden, um eine stationäre Unterbringung möglichst weit hinauszuschieben. „Jeder Patient wird von uns persönlich betreut“, erklärt Renate Mayer, die Verantwortliche des Zentrums am Premstallerhof, „vor allem deshalb, weil sich diese Krankheiten in verschiedenen Formen äußern und jeder Patient andere Bedürfnisse hat und anders auf unsere Angebote reagiert“. Neben Tätigkeiten in der Gruppe am Vormittag und am Nachmittag, wie Musiktherapie, Sitzgymnastik, Kartenspiel, Malerei, Zeitungslektüre, Gesang und Tanz, möglichst auch im Freien, werden den Senioren auch Aktivitäten angeboten, die auf ihre Fähigkeiten zugeschnitten sind und darauf abzielen, ihre verbliebenen Fähigkeiten zu trainieren und ihre Selbständigkeit zu stärken mit manchmal überraschenden Ergebnissen. „ Es ist für uns eine große Genugtuung, wenn wir beobachten können, wie unsere tägliche Arbeit nicht nur dazu führt, den Patienten zu stabilisieren sondern manchmal auch dazu, seinen Zustand und seine Kommunikationsfähigkeit zu verbessern.“ sagt Renate Mayer.
Grundlegend ist auch die Unterstützung, welche die Tagesstätten den Familien zukommen lassen. Die Familien finden so etwas Ruhe und Erholung von dem belastenden täglichen Einsatz bei der Betreuung eines Alzheimer-Kranken, die Angehörigen finden in den Mitarbeiterinnen der Tagesstätte aber auch einen Bezugspunkt und kommen in Kontakt mit anderen Familien, die ihr Los teilen. So macht Alzheimer weniger Angst und weniger einsam.

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