''Der Fächer - Il Ventaglio'', der neue Laden des BSB

2009-009 | 27/02/2009



In der Wangergasse Nr. 33 Ausstellung und Verkauf von handwerklichen Produkten aus den geschützten Werkstätten des BSB.

Holzarbeiten, Schmuck, Papier- und Kartonarbeiten, Textilien wie Teppiche, Filz- und Stofftaschen, Kunsthandwerk, diese mit viel Liebe hergestellten Erzeugnisse gibt es ab sofort im neuen Laden des BSB „Il Ventaglio“ in der Wangergasse Nr. 33. Die zum Verkauf angebotenen Gegenstände werden in den Beschäftigungsgruppen und in den geschützten Werkstätten des BSB hergestellt, wo Menschen mit physischen, psychischen oder sozialen Problemen arbeiten. Seit der heutigen Eröffnung ist „Il Ventaglio“ in der Wangergasse Nr. 33 von Montag bis Freitag von 8.30 bis 12 und 13.30 bis 15.30 Uhr zugänglich, und wer in den Laden kommt, hat angesichts des reichhaltigen Angebots nur noch die Qual der Wahl. Mit der Eröffnung von „Il Ventaglio“ wurde auch der Startschuss für die vielen Initiativen gegeben, welche des BSB anlässlich seines zehnjährigen Bestehens plant.

Für die Menschen, die in den Werkstätten arbeiten, bedeutet der Laden mehr als nur eine gute Verkaufsmöglichkeit. Der Laden bietet zum einen die Möglichkeit, die Früchte der eigenen Arbeit vorzuzeigen, er bietet aber auch Gelegenheit, mit der Außenwelt in Kontakt zu treten.
Gaetano Virzì, der Leiter der geschützten Werkstatt des BSB „Der Kirschbaum“ in der Weineggstraße 2 berichtet: „Ihm Rahmen der Rehabilitation bringt eine Tätigkeit mit Kontakten zur Außenwelt sehr viel, auch weil sie uns Betreuern deutlich machen kann, an welchem Punkt auf dem Weg zur Integration in die Arbeitswelt die Betreuten angelangt sind“.

Die Betreuten der Werkstatt „Der Kirschbaum“ liefern nicht nur den Großteil der Holzarbeiten, sie werden auch das Magazin und den Einzelhandel betreuen.
Eines der Hauptziele der sechs Betreuer, welche täglich von 8.30 bis 15.30 Uhr für die 14 Mitarbeiter der Werkstatt „Der Kirschbaum“ da sind, ist die Wiedereingliederung in die Arbeitswelt. Die Werkstattsmitglieder sind zwischen 18 und 50 Jahre alt und leiden an unterschiedlichen Störungen. Sie werden den Werkstätten vom Psychologischen Dienst, den Sozialsprengeln oder von der Berufsbildung übermittelt und werden nach individuellen Kriterien betreut, die in regelmäßigen Abständen überprüft werden und eine möglichst umfassende Autonomie zum Ziel haben. So lernt man in einer Tischlerei, sich an Regeln zu halten,  selbständig zu arbeiten und gemeinsam zu arbeiten. Wenn ein Werkstück hergestellt werden soll, wird dieses zunächst maßstabsgerecht gezeichnet, es werden die einzelnen Arbeitsphasen festegelegt, und jeder bekommt seine Aufgaben zur Umsetzung des gemeinsamen Projekts.

Die BetreuerInnen arbeiten mit dem psychiatrischen und psychologischen Dienst zusammen, mit den SozialassistentInnen und den ErzieherInnen der Sozialsprengel sowie mit den Familien der Betreuten. Nicht immer ist es möglich, eine Eingliederung in die Arbeitswelt zu erreichen, und deshalb ist für viele der Betreuten bereits die Tätigkeit in der geschützten Werkstatt mit einer kleinen Entlohung der Arbeitsplatz, an dem sie ihre Fähigkeiten einbringen können.


BSB 1999 – 2009: Zehn Jahre im Dienst der Dienste


Am 1. Jänner 1999 hat der Betrieb für Sozialdienste Bozen seine Tätigkeit aufgenommen. Zum Zehnjährigen sind verschiedene Initiativen zu Information, Kommunikation und Sensibilisierung für soziale Themen geplant. Am 16. Mai gibt es am Waltherplatz eine Veranstaltung, die sich an alle Bürgerinnen und Bürger richtet.

Der Betrieb für Sozialdienste Bozen
hat seine Tätigkeit am 1. Jänner 1999 aufgenommen. Seine Aufgabe ist es, die Bozner Sozialdienste direkt und indirekt zu führen. Eingerichtet wurde der BSB mit Gemeinderatsbeschluss Nr. 106 vom 17. September 1998 durch die Genehmigung des Statuts. Damit sind die früher getrennten Zuständigkeiten von Bezirksgemeinschaft Bozen und der Abteilung für Sozialdienste der Stadt Bozen in einer einheitlichen Struktur zusammengefasst worden. Der Betrieb ist eine instrumentelle Körperschaft der Stadt Bozen und ist mit einer eigenen Rechtspersönlichkeit, mit funktioneller, technischer, verwaltungs- und buchhaltungstechnischer Autonomie ausgestattet. Der Betrieb hat jene Aufgabenbereiche inne, welche diesem von den Gesetzen, vom Landessozialplan und von der Stadt Bozen übertragen werden, immer im ausschließlichen Bereich der Sozialdienste. Durch den jährlichen Dienstvertrag stimmt der BSB die Jahresziele mit dem Assessorat für Sozialpolitik ab. Bei der Erarbeitung der Ziele und der allgemeinen Planung arbeiten Gemeinde und Betrieb also Hand in Hand.
Mit den Initiativen anlässlich des zehnjährigen Bestehens des BSB sollen die Bürgerinnen und Bürger durch Information und Kommunikation für soziale Themen sensibilisiert werden. Am 16. Mai gibt es am Waltherplatz eine große Veranstaltung, die sich an alle Bürgerinnen und Bürger richtet.


Infos und Kontakte

Laden „Der Fächer - Il Ventaglio“
Bozen, Wangergasse 33
Tel. 0471 976985
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8.30 – 12; 13.30 bis 15.30 Uhr

Amt für Menschen mit Behinderung und in psychischer Notlage
Leiter: Luigi Corradini
Tel. 0471 501988
E-Mail: luigi.corradini@sozialbetrieb.bz.it

Geschützte Werkstatt “Der Kirschbaum”, Weineggstraße 2, Bozen, Tel. 0471 266078, Verantwortlicher: Gaetano Virzì, gaetano.virzi@sozialbetrieb.bz.it

Geschützte Werkstatt „Roma“, Romstraße 100/c, Tel. 0471 408688, Verantwortliche: Ornella Cesaro

Reha-Werkstatt „Kohlern“, Kohlern 8, Tel. 0471 329989, Verantwortlicher: Daniele Frison

Geschützte Werkstatt „Europa“, Europaallee 138, Te. 0471 201477, Verantwortliche: Maria Gandolfi


Infos zum B.S.B. Jubileum

BSB Generaldirektion
Romstraße 100/a
Direktor: Bruno Marcato
Tel. 0471 457762
E-Mail: bruno.marcato@sozialbetrieb.bz.it

« zurück