Familie und Kinder: Vorbeugung beginnt in den ersten Lebensjahren. Grenzüberschreitende Tagung in Arbon (Schweiz)

2009-030 | 29/06/2009


Zu Gast in Arbon (CH) die Sozialdienste Südtirols und von Bozen in einer ersten grenzüberschreitenden Tagung zum Unterstützungsprogramm der Familien. „HIPPY“ unter den best practice Beispielen aus Südtirol.

Die besten Unterstützungsmaßnahmen für Kinder und Fördereingriffe für eine gesunde Entwicklung der Kleinen finden in den Familien statt, bereits in den allerersten Lebensjahren. Dies ist der Ansatz der letzte Woche stattgefundenen Tagung in der Schweizer Stadt Arbon (Kanton Thurgau). Eine Delegation der öffentlichen Sozialdienste Südtirols besuchte das internationale Treffen gemeinsam mit den österreichischen, Schweizer und deutschen KollegInnen.
An der Tagung teilgenommen haben der Generaldirektor des Betriebs für Sozialdienste Bozen (BSB) Bruno Marcato, die Direktorin des Sozialdienstes der Bezirksgemeinschaft Überetsch-Unterland Liliana Di Fede und der Direktor des Sozialdienstes der Bezirksgemeinscahft Eisacktal Josef Pichler.
Die Programm der Unterstützungsmaßnahmen sehen folgende Eingriffe vor:
regelmäßige Kontakte zu den Familien, auch durch Hausbesuche, Treffen mit den Eltern, Kinderbücher und spezielle Spielunterlagen, die Eltern und Kinder gemeinsam benutzen können und die eine gesunde soziale-emotionale und kognitive Entwicklung der Kinder fördern und für die Dynamiken in der Familie von Nutzen sind.
Ziel ist es, Eltern und ihre Kinder zusammenzuführen und sie auf ihrem gemeinsamen Weg zu begleiten, auch mit Unterhaltung und Spaß in der Familie. Diese innovativen Formen der Unterstützung sind als Formen der Prävention nützlich, auch für die spätere Integration der Kinder in der Schule.
Außerdem erfolgt die Ausführung dieser Programme hauptsächlich zu Hause, was einen späteren Kontakt der Menschen mit den Sozialdiensten und –strukturen erleichtert.
In diese Richtung geht das Pilotprojekt „HIPPY“ der Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft Eisacktal, unterstützt von der Autonomen Provinz Bozen. Dieses ist für Familien mit Kindern von 3 bis 6 Jahren gedacht. Das Prinzip ist einfach: tägliche 20 Minuten Spiel und Übungen zu Hause, Eltern und Kind in gemeinsamen Handlungen durch HIPPY-Anleitungen und Unterlagen unterstützen, die nach Hause geschickt werden, und Eltern-Treff organisieren, die zwei Mal im Monat stattfinden. Im Zeitraum 2008-2009 haben 25 Familien aus dem Raum Eisacktal mit großem Interesse am Projekt teilgenommen.
Abschließend beschloss man im Rahmen der Tagung in Arbon, ein grenzenüberschreitendes Netzwerk zu schaffen, das solche und ähnliche Unterstützungsmaßnahmen zusammenfasst und sich um Familien-, Kleinkindförderung und die Stärkung der Fähigkeiten von Kindern kümmert.

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