B.S.B./ Bullying: das Präventionsprojekt Bull I Dog

2009-036 | 14/07/2009


Positive Ergebnisse aus dem zweiten Projektjahr in einer Bozner Mittelschule

Gefühlbewusstere Jugendliche, mehr Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft in den Schulklassen: Nach Einschätzung der Projektträger sind dies die wichtigsten positiven Wirkungen auf die Kinder der Mittelschule „Ada Negri“, Ergebnisse des Prävenktionsprojekts „Bull I Dog“. Das Projekt arbeitet gegen das sogennante „Bullying“, das Mobbing unter Kindern und Jugendlichen. Es entstand aus der Zusammenarbeit zwischen B.S.B. Sozialsprengel „Don Bosco“, der sozialen Genossenschaft “GliAmicidiSari-Sari’sFreunde” und dem italienischen Schulamt Bezirk Bozen 2, mit der Unterstützung einer Schulpsychologin, und wurde bereits das zweite Jahr durchgeführt.

Das Pilotprojekt wurde mit dem Schuljahr 2007/2008 in die Wege geleitet, mit regelmäßigen Treffen der Kinder mit Betreuern der sozialen Genossenschaft Sari’s Freunde und deren Hunde. Die Kinder haben durch die Arbeit mit den Tieren unter Anleitung eines professionellen Teams gelernt, die eigenen und Gefühle und jene anderer besser zu erkennen, mit einer nicht nur verbalen Sprache zu kommunizieren, mit den anderern Mitzufühl zu haben, also all jene Eigenschaften, die sich gegen Präpotenz und Gleichgültigkeit stellen – die Grundlage für Bullying-Vorfälle.

In diesem zweiten Projektjahr haben die Jugendlichen, begleitet von ihren LehrerInnen, das ausgewertet, was sie im vergangenen Jahr erlebt und gelernt haben. Mittels „Gefühlskalender“, mit Fotos, Gedichten und anderen Botschaften, die sie zur Sensibilsierung auch für andere neue Klassen im Projekt zur Verfügung gestellt haben. Im kommenden Jahr werden die SchülerInnen der dritten Mittelschulklassen sich darauf konzentrieren, selbst zu PromotorInnen der von ihnen erworbenen Strategien zu werden, werden ihre Schule gemütlicher und sicherer gestalten u.a. Gleichzeitige werden zwei neue erste Mittelschulklassen ins Projekt eingeführt. Dahinter steht der Sozialsprengel, der sich über die Ergebnisse sichtlich freut und das Ganze ausdehnen will auf rund die Hälfte aller SchülerInnen der Mittelschule A.Negri, wie die Erzieherin Silvia Fusaro vom Sozialsprengel Don Bosco erklärt: „Die Schule hat mit großer Begeisterung auf unsere Initiative reagiert und uns alle notwendigen Ressourcen zur Verfügung gestellt. Insofern ist es eine Musterschule, die aber dieselben Probleme aufweist wie alle anderen Schulen Bozens auch. Es ist nicht selbstverständlich, aber unabdingbar, dass alle Schulverantwortlichen und Lehrkräfte bei einem solchen Projekt mitmachen. Eine Kultur der Solidarität kann ohne die Mithilfe von Erwachsenen nicht den Kindern und Jugendlichen näher gebracht werden. Darum wird im nächsten Jahr auch der gesamte Schulrat mit eingebunden. Noch besser wäre es, sämtliche Eltern mitmachen zu lassen, allerdings ist dies in der Praxis nicht machbar.“, resümmiert Fusaro.

 Bull I Dog, das zweite Jahr: Das Projekt in Zahlen
· 2 institutionelle Treffen (Schule, Schulamt, StadtviertelpolizistInnen, Sprengel, Sozialgenosenschaft, Psychologin);
· 2 Elterntreffen: eines zu Beginn, eines am Ende des Schuljahrs. Im letzten Treffen haben die SchülerInnen den Eltern den Weg und die Ergebnisse des Projekts beschrieben
· 1 Treffen mit den Lehrkräften der ganzen Schule zu Beginn des Schuljahrs
· 8 Treffen mit den Klassenkoordinatoren
· Treffen in den 2. Klassen A-C-D: 9 Treffen je Klasse (insgesamt rund 13 Stunden)
· Treffen in den 1. Klassen D-E: 6 Treffen je Klasse (insgesamt rund 8 Stunden)
· Verteilung anonymer Fragebögen: 2 Mal im Lauf des Schuljahrs (Dezember 2008 - Mai 2009)
· Verteilte Fragebögen: ca. 230 jedes Mal
· Mit einbezogene SchülerInnen: 89
· Am Abschlusstreffen anwesende Eltern: ca. 50

Nähere Infos:
Betrieb für Sozialdienste Bozen
B.S.B. - Sprengel Don Bosco
Don Bosco Platz 11 - 39100 Bozen
E-Mail: DistrettoDonBosco@aziendasociale.bz.it
Sprengelverantwortliche: Anna Dalle Piatte
Projektverantwortliche: Silvia Fusaro, Erzieherin, Tel. 0471 501813

 

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