Welttag für psychische Gesundheit (10.10.09)
Anlässlich des Welttages für psychische Gesundheit haben der Betrieb für Sozialdienste Bozen (BSB), der psychiatrische Dienst des Gesundheitsbezirks Bozen in Zusammenarbeit mit den Vereinigungen Angehörige und Freunde Psychisch Kranker, Lichtung und Il nostro Spazio, ein Platz für uns und mit Unterstützung der Autonomen Provinz Bozen eine Reihe von Initiativen vorbereitet.
Drei Tage lang, vom 8. bis 10. Oktober, sollen die BürgerInnen auf die besondere Lebenssituation von Menschen mit psychischen Krankheiten und deren Angehörigen aufmerksam gemacht werden, unter anderem durch Tage der offenen Türen, Filmvorführungen, Theateraufführungen, Konzerte, Ausstellungen, die Eröffnung einer Tagesstätte und ein Kleinfeldfußballturnier auf den Talferwiesen.
In Bozen gibt es am 9. Oktober ab 14 Uhr im Grieser Stadttheater eine Ausstellung des Berufstrainingszentrums CIRS, der Werkstätten WINDROSE und COLLE sowie des GRIESERHOFS, ab 16.30 Uhr wird Claudio Bisios sehenswerterter Film "Si può fare" gezeigt, um 21 Uhr lädt das Zaches Teatro zu "one Reel".
Am 10. Oktober gibt es ab 11 Uhr ein großes Fest auf den Talferwiesen, mit Musik, Gastronomie, Informationsständen einem Kleinfeldfußballturnier. Um 18 Uhr spielt das Theater Casa Basaglia auf Schloss Runkelstein das Stück "Der Turm", um 20.30 Uhr beginnt im Grieser Stadttheater ein Konzert mit "Ale Brider - Ale Klezmer". Der Eintritt ist für alle Veranstaltungen frei.
Die Stadträtin für Sozialpolitik, Patrizia Trincanato hat betont, dass es zu diesem besonders komplexen Themenbereich eine gute Verbindung zwischen dem Sanitäts- und Sozialbereich gebe. Die Stadt Bozen hat die Schirmherrschaft für den Welttag übernommen. Es sei, so Trincanato, sehr wichtig, für das Thema zu sensibilisieren, die Barrieren des Misstrauens und der Angst abzubauen, weil diese dazu führen, Menschen, die psychische Probleme haben, noch stärker zu isolieren.
Für den Direktor des BSB, Bruno Marcato, ist die Zusammenarbeit sehr positiv, wie er bei der Pressekonferenz betonte. Er unterstrich, dass in Südtirol, anders als im restlichen Staatsgebiet die Rehabilitierung und Wiedereingliederung Aufgabe der Sozialdienste seien, während sich der Gesundheitsdienst um die medizinische Betreuung der Patienten kümmere.
Der Welttag der psychischen Gesundheit wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, Vorurteile abzubauen, welche zur Isolation führen, weil viele Menschen psychisch Kranke als anders, manchmal gar als gefährlich einstuften. Dabei sei es eine Tatsache, dass psychischen Krankheiten immer mehr zunehmen, vor allem die Depression, und sie könnten jeden treffen, betonte der Primar der Psychiatrie, Andreas Conca. Aus diesem Grund sei Prävention, Information und eine guten Zusammenarbeit zwischen Gesundheits- und Sozialwesen sowie den Vereinen von großer Bedeutung.