Kino und Jugend: mit ''IPOD GENERATION 2''

2010-001 | 12/01/2010


Mit „IPOD GENERATION 2“ geht die Veranstaltungsreihe für Familien und Erzieher/innen in die zweite Runde

Der offizielle Kalender der Vorführungen:

Dienstag, 19. Januar 2010, 20.30 Uhr:
Film: „Les Choristes / Die Kinder des Monsieur Mathieu“

Mittwoch, 27. Januar 2010, 20.30 Uhr:
Film: „Bridge to Terabithia / Die Brücke nach Terabithia“

Mittwoch, 10. Februar 2010, 20.30 Uhr:
Infoabend: „Bullying: Warum wird man zum Täter?“

Mittwoch, 10. Februar 2010, 20.30 Uhr
Film: „Sib / Der Apfel“

Montag, 22. Februar 2010, 20.30 Uhr
Infoabend: „Legalität und Solidarität gemeinsam aufbauen“

Mittwoch, 03. März 2010, 20.30 Uhr
Film: „Saimirs Entscheidung“


Alle Treffen finden im Don Lino Giuliani – Saal im zweiten Stock des Kulturzentrums Cristallo (Dalmatienstraße Nr. 30 in Bozen) statt. Der Eintritt ist frei.


Das Kino dreht sich wieder um die Jugend: nach dem Erfolg des vorjährigen Projektes “IPOD GENERATION” gehen der Betrieb für Sozialdienste Bozen, das Forum Prävention, das Theater Cristallo und die Stadtgemeinde Bozen mit “IPOD GENERATION 2” in die zweite Runde: sechs Treffen mit Filmvorführungen und Diskussionsrunden für Eltern und Erzieher/innen.
Das Projekt ist eine Maßnahme des Fachplans „Abhängigkeiten“ des Betriebs für Sozialdienste Bozen und ist als solche ein wesentlicher Bestandteil der strategischen Planung und Ausrichtung der Dienste des Assessorats für Sozialpolitik und Chancengleichheit der Gemeinde Bozen.
Das Projekt ist auf eine enge Zusammenarbeit der Fachkräfte des B.S.B., des Forums Prävention und des Theaters Cristallo zurückzuführen, die gemeinsam die Themen analysiert, die Diskussionsbereiche festgelegt und die Filme ausgesucht haben.
„IPOD GENERATION 2“ startet am Dienstag, 19. Januar und wird am Mittwoch, 3. März 2010 abgeschlossen. Die sechs Treffen (freier Eintritt!) werden im „Don Lino Giuliani“ – Saal des Kulturzentrums Cristallo (Dalmatienstraße Nr. 30) abgehalten und beginnen jeweils um 20.30 Uhr. „IPOD GENERATION 2“ trumpft im Vergleich zum Projekt des Vorjahres mit einer Neuheit auf: dieses Jahr werden auch zwei Informationsabende mit Experten stattfinden, bei denen einige der heißen Themen der Welt der Jugendlichen besprochen werden.
Der erste Infoabend findet am Mittwoch, 03. Februar 2010 um 20.30 Uhr statt. Durch den Infoabend führt Giuseppe Maiolo, Psychotherapeut und wissenschaftlicher Leiter der Sozialgenossenschaft „Il Germoglio – Sonnenschein“, der das Thema „Bullying “ (Aggression unter Jugendlichen) behandeln, Statistiken vorführen und versuchen wird, auf die vielen Fragen zu diesem Thema – von der Erkennung des Problems innerhalb der Familien bis hin zum Schutz der betroffenen Jugendlichen – zu beantworten.
Der zweite Infoabend findet am Montag, 22 Februar 2010 statt; an diesem Infoabend nehmen Elisa Villa, Verantwortliche des Jugendamtes der Quästur und Leutnant Nives Fedel, Verantwortliche der Dienststelle für Sicherheit im Wohngebiet und Stadtviertelpolizei teil, die das Thema der Legalität und Solidarität mit besonderem Bezug auf die Jugendprobleme und auf das Phänomen des Vandalismus behandeln werden.
Auch das heurige Kinoprogramm ist voller interessanter Diskussionsansätze: die Filme werden in italienischer Sprache vorgeführt und von Frau Dr. Elena Molisani, Kuratorin der Reihe, filmographisch und inhaltlich vorgestellt.
Die Filme wurden mit großer Sorgfalt ausgesucht, um dem Publikum originelle, nicht unbedingt kommerzielle oder vorhersehbare Werke zu bieten.
Die Veranstaltung wird, über das Assessorat für Bürgerbeteiligung, vom Stadtviertelrat Europa – Neustift, vom Landesassessorat für italiensche Kultur und vom Gemeindeassessorat für Sozialpolitik und Chancengleichheit mitgetragen.

„IPOD GENERATION 2“ beginnt am Dienstag, 19. Januar 2010 um 20.30 Uhr mit dem Film „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ (Originaltitel „Les Choristes“) des Regisseurs Christophe Barratier. Der Film erzählt die Geschichte des erfolglosen Musikers Clement Mathieu, der den Posten als Erzieher in einem trostlosen Internat für schwer erziehbare Jugendliche übernimmt, das vom hartherzigen und autoritären Schulleiter Rachin mit strenger Hand geführt wird. Von der Härte des Schulalltags und nicht zuletzt von den ebenso eisernen wie ergebnislosen Erziehungsmethoden des Vorstehers Rachin betroffen, beginnt Mathieu, mit dem Zauber und der Kraft der Musik in das Dasein der Schüler einzugreifen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und erheblichem Widerstand durch Rachin gelingt dem begeisterten Musiker und einfühlsamen Pädagogen das kleine Wunder, das Vertrauen seiner Schützlinge zu gewinnen und den Jungen ein Stück unbeschwerter Kindheit zurückzugeben.

Der zweite Film, „Die Brücke nach Terabithia“ (Originaltitel „Bridge to Terabithia“) des Regisseurs Gabor Csupo wird am Mittwoch, 27. Januar aufgeführt: Jesse fristet ein Außenseiter-Dasein: in der kinderreichen Familie kommt er zu kurz, in der Schule nerven Lehrer und Mitschüler. Da schließt er Freundschaft mit der neuen Klassenkameradin und Nachbarin Leslie.  Die beiden beginnen, sich in eine von ihnen erfundene Märchenwelt zu flüchten. Dabei geraten sie in ein verwunschenes Reich, voller seltsamer Kreaturen, in dem sie wie ein Königspaar hofiert werden. Doch dann holt die Realität sie wieder ein. Der Film erzählt eine Geschichte über die Freundschaft und das Erwachsenwerden und spart dabei nicht mit ernüchternden Szenen, die den Lebensweg des jungen Jess’ nachzeichnen.
Weiter geht’s am Mittwoch, 10. Februar 2010, mit der Docu-Fiction „Der Apfel“ (Originaltitel „Sib“) der iranischen Regisseurin Samira Makhmalbaf.
„Sib“ / „Der Apfel“ erzählt die wahre Geschichte eines Ehepaares, das seine zwölfjährigen Zwillingstöchter seit ihrer Geburt ins Haus einsperrte. In dieser Situation greift eine Sozialarbeiterin mit Hilfe von Nachbarinnen zu einer Zwangsmaßnahme: sie sperrt den Vater ins Haus und führt die Mädchen auf die Straße nach draußen. Unsicher, tastend, aber mit glücklichem Lächeln erkunden sie eine für sie völlig neue Welt außerhalb ihres Hauses, treffen auf andere Menschen, lernen erstmals in ihrem Leben ein Gefühl von Freiheit kennen.
Die Filmreihe kommt am Mittwoch, 03. März mit „Saimirs Entscheidung“ des Regisseurs Francesco Munzi zum Abschluss. Saimir und sein Vater Edmond, einst aus Albanien ins gelobte Land Italien geflohen, schleusen nun illegale Osteuropäer in ihre neue Heimat.
Beide rutschen noch tiefer in die Kriminalität, als sie für eine Zuhälterbande Mädchen aus Osteuropa einschleusen. Saimir erlebt deren Leid aus nächster Nähe mit. Für den Jungen öffnet sich eine andere Welt, als er die junge Italienerin Michela kennenlernt. Er will sie mit einer Kette beeindrucken und begeht mit einer Jugendbande einen Überfall. Da Michela das Geschenk jedoch ablehnt, beginnt der Junge zu begreifen, wie weit ihre Welt von der eines illegalen Einwanderers entfernt ist. Michelas Reaktion wird eine wichtige Erfahrung für Saimir, die ihn reifen und erwachsen werden lässt. Präzises, nüchternes Porträt eines Teenagers, der um seine Würde ringt.

Bozen, am 12. Januar 2010

Francesca Lazzaro
Presseamt/Kommunikation
Theater Cristallo
Tel. Nr. 0471/067827
.it
http://www.teatrocristallo.it/

 

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